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Mit unseren Reiseinformationen erhalten Sie alle wichtigen Angaben über Devisen-, Einreise- und Sicherheitsbestimmungen. Wir informieren Sie über aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts, sowie über die landesspezifischen Zollbestimmungen.

Weiterhin erhalten Sie viele relevante Kontaktadressen, Öffnungszeiten sowie Tipps rund um den Aufenthalt.

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Landinformationen für Ecuador

Letztes Update: 06.07.2020 09:44:24
Landname: Ecuador      
Code: EC
ISO Code: USD
Devisenkurs: 1 Euro = 1.247 USD
Währung:
Währungsbezeichnung: US Dollar
Währungssymbol: US $
Teilungsverhältnis: 1 $ = 100 Cents
Kontinent: Amerika

Hauptstadt: Quito

Sprache: Spanisch ist offizielle Landessprache; Es werden auch Ketschua, Chibcha und indianische Sprachen sowie teilweise Englisch gesprochen.

Landesvorwahl: 00593


 

Devisenbestimmungen:

 

Landeswährung:

Einfuhr: Frei

Ausfuhr: Frei

 

Fremdwährung:

Einfuhr: Frei

Ausfuhr: Frei

 

Banknoten: USD (kleine Stückelung);

 

Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. 

Maestro-Karten und Kreditkarten können zwar grundsätzlich verwendet werden; das Abheben von Geld mittels deutscher EC-Karten in Ecuador ist derzeit aber nicht immer möglich. Es gibt Probleme mit der Freischaltung der Bankautomaten. Auch funktionieren deutsche Kreditkarten als Bezahlung in Geschäften, Hotels derzeit nicht regelmäßig. Einschränkungen ergeben sich auch in kleineren Orten. Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. 

 

Reisescheck: Sollten in USD ausgestellt sein. Sie werden nur bis zu einer Obergrenze von 200 US$ pro Tag angenommen. Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig. 

 

Geldwechsel: Empfohlen sind US-Dollar. Geld kann bei Banken und Wechselstuben (casas, de cambio) gewechselt werden. Der Geldwechsel außerhalb der Städte kann schwierig sein. Die Wechselgebühr schwankt zwischen 1% und 4% man sollte sich vor dem Umtausch erkundigen.

 

Währungsinformation: Als gesetzliches Zahlungsmittel gelten in Ecuador nur noch der USD, US-Cent-Münzen und neu geprägte, nationale Centavo-Münzen. Da vermehrt gefälschte Geldscheine im Umlauf sind, nehmen Geschäfte und Banken in der Regel keine 50- und 100- US Dollarnoten an. 

 

 

Geldautomaten-Suche weltweit (ATM Locator)

http://www.mastercard.com/atmlocator/index.jsp

 

 

Aktueller Sicherheitshinweis, Quelle: Auswärtiges Amt: 07.2020

 

COVID-19

Aufgrund der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, muss mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender und Auftreten von Krankheitsfällen im Land bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren gerechnet werden. 

Die Landesgrenzen von Ecuador sind bis auf weiteres geschlossen. 

Um die Ausbreitung zu bremsen, gilt eine weitgehende Ausgangssperre für nicht essentielle Angelegenheiten (Einkäufe von Lebensmittel, Arztbesuche etc. sind ausgenommen. Von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr gilt eine absolute Ausgangssperre. Flüge und der Öffentliche Nahverkehr ist zum großen Teil eingestellt. Für eingereiste Personen gilt eine 14-tägige Quarantäne. Um die Ausreise der noch verbleibenden Touristen zu ermöglichen, bieten die Fluglinien kommerzielle Rückholflüge an. 

Da die Informationen zu dieser Lage sehr Umfangreich sind, erhalten Sie genauere Angaben bei ihrer Zuständigen Botschaft, Konsulat oder Auswärtigem Amt. Informieren sie sich dort genauer.

 

Von nicht notwendigen Reisen in das gesamte Grenzgebiet zu Kolumbien, abgesehen vom Grenzübergang Tulcán, wird abgeraten. Erhöhte Vorsicht ist geboten. Die Sicherheitslage kann sich gegebenenfalls auch kurzfristig verschlechtern. 

Im Norden der Provinz Esmeraldas erfolgten zuletzt Anfang 2018 wiederholt Anschläge auf ecuadorianische Sicherheitskräfte, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden und bei denen mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte, auch unter Zivilisten, zu beklagen waren. Am 26. März 2018 wurden zwei Journalisten und ihrer Fahrer in dieser Zone entführt. 

Kriminalität:

Die Kriminalitätsrate und Gewaltbereitschaft ist hoch. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommen insbesondere in den Großstädten an von Touristen sehr frequentierten Orten vor. Ein erhöhtes Risiko, Opfer eines Diebstahls, Raubüberfalls oder anderen Gewaltverbrechen zu werden, besteht vor allem in den Metropolen Guyayquil und Quito und Cuenca, sowie an der Küste. 

In der gesamten Grenzregion zu Kolumbien besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer von Entführungen und von Aktivitäten bewaffneter, mit dem Drogenhandel in Verbindung stehender Gruppen zu werden. 

Das Risiko für Überfälle ist in der Provinz Esmeraldas, der Küstengegend in und um die Stadt Esmeraldas sowie bei Besuchen der Stadt Santo Domingo ist besonders hoch. 

In größeren Städten, an touristischen Schwerpunkten und insbesondere in Bussen und Busstationen kommt es in erheblichem und weiter steigendem Umfang zu Diebstählen, Raubüberfälle und Sexualdelikten. Die Täter wenden dabei verschiedenste Tricks an wie z. B.

 

  • Ablenkungsmanöver,
  • Bußgeld-Erpressung unter Verwendung falscher Uniformen,
  • Raub oder Vergewaltigung nach Verabreichung von Drogen (auch in Form von Pulver in Speisen, Getränken oder auf Prospekten),
  • Überfälle durch Taxifahrer in nicht registrierten Taxis, die aktiv potentielle Kunden ansprechen. 

 

Auf Wanderstrecken zu beliebten Touristenzielen (Wasserfälle, Vulkane, Strände) kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Überfällen bzw. Gewaltverbrechen. 

In Montañita (Provinz Sta. Elena an der Küste) kam es in den letzten Monaten zu mehreren Fällen der Vergewaltigung von Ausländerinnen, nachdem den Opfern K.O.-Tropfen o.ä. verabreicht worden waren. Besonders gefährdet sind Einzelreisende.

 

  • Klären Sie bei Reisen in der Provinz Esmeralda vor Reisebeginn mit den Reiseveranstaltern die aktuelle Sicherheitslage ab und seien Sie besonders vorsichtig.
  • Nutzen Sie bei Dunkelheit auch für kürzere Strecken ein registriertes Taxi von Tür zu Tür.
  • Achten Sie stets auf Ihr Gepäck und tragen Sie Uhren, Kameras und Mobiltelefone nicht auffällig auf der Straße. 
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf. 
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit. 
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen. 
  • Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und nehmen Sie keine von Unbekannten an. 
  • Leisten Sie im Fall eines Überfalls keinesfalls Widerstand. 
  • Achten Sie bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen auf geeignete Sicherheitsvorkehrungen und bei Wanderungen auf lokale Hinweise. 
  • Machen Sie Überlandfahrten nur tagsüber und achten vor allem in Bussen stets auf Ihr Gepäck, verstauen Sie dieses weder auf der Gepäckablage, noch unter Ihrem Sitz, auch wenn Sie von (vermeintlichen) Mitarbeitern der Busgesellschaft dazu aufgefordert werden. 
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

 

Die Polizei ist in Notfällen auf Spanisch rund um die Uhr unter der Telefonnummer 911 zu erreichen. 

Ein Eintrag in die Krisenvorsorgeliste wird empfohlen: https://elefand.diplo.de

Naturbedingte Risiken:

Ecuador liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, weshalb es häufiger zu auch schweren Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommt. 

Insbesondere die Vulkane Sangay (im Park Sangay) und jüngst wieder Reventador (etwa 90 km östlich von Quito) sind derzeit aktiv. Die Vulkane Cotopaxi und Tungurahua, im Touristengebiet Baños, stehen unter intensiver Beobachtung. Auf mögliche Evakuierungen und Behinderungen des Reiseverkehrs, auch durch kurzfristige Sperrung der Flughäfen Guayaquil und Quito, wird hingewiesen. 

Nach Erdbeben entlang der pazifischen Küsten besteht insbesondere in Esmeralda und Manabi auch die Gefahr von Tsunamis. 

Durch Erdbebenzonen kann es zu Evakuierungen und Behinderungen des Reiseverkehrs  (auch durch kurzfristige Sperrungen der Flughäfen) kommen.

Es herrscht feuchtheißes Tropenklima im Küstengebiet und östlichen Tiefland, im Andenhochland gemäßigtes Klima mit starken Temperaturschwankungen. 

In den Wintermonaten, insbesondere von Januar bis April kommt es aufgrund von Regenfällen häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen in der Küstenregion und im Hochgebirge. In der Folge kann es zu starken Beschädigungen der Verkehrswege kommen, die die Reisesicherheit beeinträchtigen. 

Vor allem in den Sommermonaten kommt es aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen und insbesondere in Pichincha immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur muss in diesen Fällen gerechnet werden. 

 

 

Reisedokumente:

 

Pass:

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Diese müssen in Ecuador stets mitgeführt werden, können auch beglaubigte Kopien sein. Es ist darauf zu achten, nicht mit beschädigten Reisepässen einzureisen, da diese zur Zurückweisung durch die Grenzpolizei führen kann. 

Der Einreisestempel ist obligatorisch, auch bei Einreise über die Landesgrenze von Peru oder Kolumbien.   

 

Reisen mit Kindern:

Deutsche: Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument, welcher in jedem Fall mit einem Lichtbild versehen sein muss. (Pass oder Kinderreisepass)

Österreich, Schweiz, Türkei: Eigener Reisepass.

Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Minderjährige Deutsche, die allein oder nur mit einem Elternteil reisen, benötigen eine schriftliche Reiseerlaubnis des anderen Elternteils bzw. der Eltern oder der Erziehungsberechtigten.

 

Visum:

Für touristische Aufenthalte ist keine Visum erforderlich.

Für touristische Aufenthalte in Ecuador (bis zu 90 Tage pro Jahr) müssen deutsche (Österreich, Schweiz) Staatsangehörige vor Reiseantritt kein Visum einholen. Vom 1.Tag der ersten Einreise an wird das Jahr für den Aufenthaltszeitraum von 90 Tagen gerechnet. Es gilt also nicht das Kalenderjahr. 

Anschließend kann ein spezielles Touristen-Visum mit einer Gültigkeit von bis zu einem Jahr beantragt werden (Art. 56 Ley de Movildad Humana, keine Arbeitsaufnahme). Ein derartiges Visum kann nur alle 5 Jahre beantragt werden. 

 

Meldepflicht:

Jeder ausländische Bürger, der ein Visum für einen Aufenthalt über 90 Tage erhalten hat, muss dieses innerhalb von 30 Tagen ab seine Einreise in Ecuador bei der Generaldirektion für Ausländerwesen des Innenministeriums registrieren lassen. 

Dirección de Extranjería

Ministerio de Relaciones Exteriores, 

Comercio y Integración

Carrión 10-40,10 de y Avenida

10 de Agosto, Quito

Tel.: (00593) (02) 22 27 025

Web.: http://cancilleria.gob.ec/

 

Einreisedokumente:

- Rück- bzw. Weiterreisetickets;

- Bei der Einreise erhält jeder Besucher einen Einreisestempel;

- Ausreichende Geldmittel;

- Bei Ankunft noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass;

Ab 10. September 2018 ist die Vorlage einer Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit für Ecuador für die gesamte Verweildauer per Gesetz vorgeschrieben. Das Gleiche gilt für ansässige Ausländer (also auch deutsche Residenten), in diesem Fall ist ein Nachweis über gesetzliche oder private Krankenversicherung vorzulegen. 

 

Hinweis:

Da sich die Einreisebestimmungen kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird, sollte vor der Einreise direkt Kontakt mit der Botschaft des Ziellandes aufgenommen werden. 

 

 

Zollbestimmungen:

 

Folgende Artikel können zollfrei nach Ecuador eingeführt werden:

300 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 200 g Tabak;

1 l alkoholische Getränke;

Parfüm für den persönlichen Bedarf;

Geschenke und Gegenstände für den persönlichen Gebrauch im Gegenwert von 200 bis max. 500 US$, je nach Länge des Aufenthalts.

 

Einfuhrbestimmungen:

Die Einfuhr von Schusswaffen, Munition, Narkotika ist verboten.

Frisches oder getrocknetes Fleisch, nicht in Dosen konservierte Fleischprodukte, Pflanzen und Gemüse bedürfen einer Einfuhrgenehmigung.

Bei der Ein- und Ausfuhr von Pflanzen und Tieren gelten besondere Vorschriften.

 

Ausfuhrverbot:

Goldbarren, Narkotika, Antiquitäten, lebende Wildtiere, aus geschützten Tierarten hergestellte Souvenirs (z.B. schwarze Koralle, Schildplatten).

Mehr Information bei der Botschaft des Ziellandes und für Deutschland unter: http://www.zoll.de

 

 

Strafrechtliche Bestimmungen:

 

Drogenkonsum und -handel werden selbst bei kleinsten Mengen mit hohen Haftstrafen (ca. 8-16 Jahre) geahndet. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben.

Bei Unfällen mit Personenschäden ist mit Untersuchungshaft für alle Beteiligten zu rechnen.

Bei Verhaftungen sollte auf sofortiger Unterrichtung der deutschen Botschaft bestanden werden.

Bei Verstoß gegen ecuadorianisches Aufenthaltsrecht muss mit empfindlichen Strafen gerechnet werden, bei fortgesetztem illegalem Aufenthalt auch mit Abschiebehaft. 

 

 

Krankheit / Gesundheitsvorsorge:

 

In den größeren Städten, ist die medizinische Versorgung, mit Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Der Abschluss einer Reisekranken- mit Rückholversicherung wird dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass eine medizinische Notfallbehandlung in Privatklinken teilweise nur gegen Vorkasse oder Nachweis ausreichender Bonität erfolgt. Der Nachweis einer internationalen Krankenversicherung ist in diesen Fällen nicht ausreichend. Trotz sonstiger Sicherheitsbedenken empfiehlt die Botschaft, eine Kreditkarte mitzuführen.

Reisemediziner / Tropenmediziner: http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de

             Impfschein erforderlich/empfohlen:

Gelbfieber:                     Ja                       

Cholera:                         Nein

Typhus:                          Ja

Polio:                             Ja

Malaria:                          evtl.

Tetanus:                         Ja

Diphtherie:                     Ja

Pertussis (Keuchhusten): Ja

Mumps, Masern, Röteln:  Ja

Influenza:                      Ja

Hepatitis A:                    Ja (B) evtl. 

Tollwut:                          Ja

Pneumokokken:              Ja

 

(1) Ein Gelbfieber-Infektionsgebiet ist Ecuador. In den Provinzen Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios und Zamora-Chinchipe herrscht ein Gelbfieberrisiko. Es wird ausdrücklich empfohlen, sich gegen Gelbfieber impfen zu lassen, v.a. bei Reisen außerhalb der Städte, im Regenwald und in die östlichen Provinzen. Ein Impfbescheinigung wird von allen Reisenden verlangt, ausgenommen sind Transitreisende die den Transitraum nicht verlassen.

(2) Das Risiko von Cholera besteht, eine Impfbescheinigung ist aber nicht erforderlich. Choleragebiete sind v.a. die Provinzen Guayas, Imbabura, Los Rios und Manabi. Es sollte Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene betrieben werden. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.

(3) Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisenden und Langzeitaufenthalten empfohlen. Gegen Poliomyelitis nicht.

(4) Malariarisiko ganzjährig in Gebieten unter 1500 m. Geringes Risiko besteht in Cotopaxi, Loja und Los Rios, hohes Ansteckungsrisiko hingegen in El Oro, Esmeraldas und Manabi. Aufenthalte in Guayaquil und in Quito sind unbedenklich. Für die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (21%) wurde Chloroquinresistenz gemeldet.

(5) Durch verunreinigte Speisen und Getränke können Infektionskrankheiten (z.B. Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankung) übertragen werden. Leitungswasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Auch Schweinefleisch, rohe Salate und Mayonnaise sind nicht immer unbedenklich. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

(6) Chagas-Erkrankung kann durch Raupenwanzen vor allem in der südlichen Landeshälfte übertragen werden. Raubwanzen übertragen, vor allem in den Slums oder in ländlichen Gebieten der Pazifikregion, die Chagas-Erkrankungen. Die Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, übertragen die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) Erkrankung. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. Einen Schutz gegen Bisse können korrekt angebrachte Bettnetze bieten. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können zum Teil gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering. 

(7) Durch Stechmücken kann während der Regenzeit (November - Juni) Filariose übertragen werden. Überwiegend im Nordwesten (Esmeraldas). Ein guter Insektenschutz wird empfohlen.

(8) Hepatitis A, B und E kommen vor. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht bei Hepatitis A und daher wird ein Impfschutz empfohlen. Die Hepatitis B Impfung sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

(9) Leishmaniasis kommt landesweit in geringer Fallzahl vor. Die einzelnen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen und manifestieren sich als Erkrankung insbesondere an der Haut, in selteneren Fällen alternativ an weiteren Organen. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

(10) Aus der Provinz Chimborazo wurden Pestfälle gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufiges Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

(11) Tollwut kommt landesweit vor. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

(12) HIV / Aids ist weltweit ein Problem und einer große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

(13) Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Eine Impfung ist nicht möglich, ergreifen Sie Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Insektenschutzmittel).

(14) Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden. Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen. Informieren Sie sich beim Tropenmediziner. 

(15) In Ecuador wird aktuell eine Zunahme von durch Mücken übertragbare Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings insbesondere für schwangere Reisende eine Gefahr darstellen können. Da es derzeit keine Behandlungsmöglichkeiten gibt, sollten gute Mückenschutzmaßnahmen ergriffen werden. Schwangere sollten generell von vermeidbaren Reisen in Zika-Endemie-Gebiete absehen. Auch eine sexuelle Übertragbarkeit kann nicht ausgeschlossen werden (Kondome benutzen).

(16) Inzwischen werden auch Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Ecuador angezeigt. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten. 

COVID-19

Coronaviren sind eine Virusfamilie, die vorrangig bei Wirbeltieren Erkrankungen auslösen kann. Es besteht zudem die Möglichkeit der Überwindung der Artenbarriere, d.h. eine Infektion aus dem Tierreich kann auf Mensch übertreten. 

Coronaviren kommen weltweit vor und werden vor allem per Tröpfcheninfektion übertragen. Erkrankte zeigen vorrangig Infekte der Atemwege. Typische Symptome der Erkrankung sind laut Fieber, Husten, Atemnot, Gliederschmerzen und Erschöpfung. In schweren Fällen tritt eine Lungenentzündung mit beidseitigen Lungeninfiltraten auf. Eine spezifische Therapie oder eine Impfung gegen Coronaviren existiert nicht. Präventiv kommen eine Reihe von Hygienemaßnamen sowie die Isolation von Erkrankten in Betracht. Die Virusübertragung von Mensch zu Mensch ist bestätigt. Die Inkubationszeit liegt in einem Bereich von 1 bis 14 Tagen bzw. im Schnitt bei 5 Tagen. 

Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung von eventuell eintretenden Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich. 

Notruf:

Polizei: 101 oder 911

Notarzt: 131

Feuerwehr: 102


 

Verkehr:

 

Verkehrsausrichtung: Rechtsverkehr;

Promillegrenze: 0,8 ‰;

Beschilderung befolgen!

Durch sehr unterschiedliche Fahrbahnen, werden die Fahrten auf dem ausgedehnten Straßennetz, oft gefährlich. Einige Straßen werden renoviert, viele Straßen haben jedoch, aufgrund von Erdbeben und Überschwemmungen (im Süden), große Schlaglöcher und Risse. Zwischen der Hauptstadt (Quito) und den anderen Großstädten (Guayaquill, Latacunga, Ambato, Riobamba) sind die Straßen vollständig asphaltiert.

Ecuador weist eine sehr hohe Unfallrate auf. Grundlegende Sicherheitsvorkehrungen werden häufig nicht eingehalten. Der Fahrstil entspricht nicht den in Mitteleuropa üblichen Standards. Insbesondere Busse sind sehr häufig in schwere Unfälle verwickelt. Besonders Fahrten in der Nacht sind mit einem erhöhten Risiko verbunden. 

Bus: Die Buslinien in den Städten haben Einheitsfahrpreise. Fernbusse stehen auch zur Verfügung, es sind aber Platzreservierungen erforderlich. Ecuador hat eines der höchsten Unfallraten durch Busse. 

Taxi: findet man vor allem in größeren Städten. Tarife sind in allgemeinen günstig, der Fahrpreis sollte aber im Voraus vereinbart werden. Taxameter sind nicht immer vorhanden (in Quito meistens schon). Nicht registrierte Taxis sollten gemieden werden.

Mietwagen: Internationale Mietwagenfirmen sind vertreten.

Unterlagen: Ein internationaler Führerschein ist erforderlich.

 

 

Allgemeine Informationen:

 

Telefonnummer zur Kartensperrung:

EC-Karten: 0049-1805 02 10 21 oder 0049-69 74 09 87;

American Express: 0049-69 97 97 10 00;

Visa: 0049-800 81 18 440 oder 001-41 05 81 38 36;

MasterCard: 0800-819 10 40 (in Deutschland) oder 001-63 67 22 71 11;

Diners Club: 0049-203 34 77 905;

Zentral Sperr-Notruf: 0049-116 116;

 

Öffnungszeiten:

Banken: Im Allgemeinen: Mo. - Fr. 08:30 - 16:00 / 17:00 Uhr, samstags morgen.

Geschäfte: Mo. - Fr. 09:00 - 13:00 und 15:00 - 19:00 / 20:30 Uhr. In den großen Städten haben große Discounter, länger geöffnet.

Postämter: Mo. - Fr. 08:00 - 19:00 Uhr, Sa. 08:00 - 12:00 Uhr. Von Ort zu Ort unterschiedlich.

Informieren sie sich vor Ort über die genauen Öffnungszeiten, da sie abweichen können. 

 

Elektrizität / Stromnetz:

110 / 120 Volt, 60 Hz;

Adapter und Transformator erforderlich. Mit Stromausfällen muss gerechnet werden. 

 

Trinkgeld:

Die Gehälter des Dienstpersonals in Hotels und Restaurants sind relativ niedrig, sodass die Trinkgelder einen nicht unwesentlichen Teil des Einkommens darstellen. In Bars und Restaurants gibt man ca. 10% des Rechnungsbetrages, bei guten Service auch mehr. Zimmermädchen in Hotels bekommen ca. 1 US$ pro Tag, auch Taxifahrer und Fremdenführer freuen sich über ein kleines Zusatzhonorar, das jedoch vom Umfang der erbrachten Leistung abhängt.

 

Zeit:

MEZ -6;

Keine Sommer- / Winterzeitumstellung in Ecuador. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -6 Std.  und im Sommer -7 Std;

Galápagos-Inseln: MEZ -7;

Keine Sommer- / Winterzeitumstellung aus den Galápagos-Inseln. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -7Std. und im Sommer -8 Std;

 

 

Botschaften:

 

Botschaft der Republik Ecuador

Joachimsthaler Straße 12

10719 Berlin, Deutschland

Tel.: (0049) (030) 800 96 95   

Fax: (0049) (030) 800 96 96 99

E-Mail: info@ecuadorembassy.de

Web.: http://www.ecuadorembassy.de

 

Botschaft der Republik Ecuador

Goldschmiedgasse 10/205

1010 Wien, Österreich

Tel.: (0043) (01) 535 32 08 oder 535 32 08 

Fax: (0043) (01) 535 08 99

E-Mail: mission@ecuadorvienna.at

 

Botschaft der Republik Ecuador

Kramgasse 54

3011 Berne, Schweiz

Tel.: (0041) (031) 351 17 55

E-Mail: secretaria@embajadaecuador.ch

Web.: http://www.embajadaecuador.ch

 

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Avenida Naciones Unidas y República de El Salvador, Edificio "Citiplaza", Piso 14

Casilla 17-17-536

Quito, Ecuador

Tel.: (00593) (02) 297 08 20 

Fax: (00593) (02) 297 08 15

Web.: http://www.quito.diplo.de

 

Honorargeneralkonsulat der Republik Österreich

Site Center Torre 1 - Oficina 4, Calle del Establo, Sector Santa Lucia, Cumbayá alta

Quito, Ecuador

Tel.: (00593) (02) 380 1150

Fax: (00593) (02) 244 32 76

E-Mail: info@consulado-quito.de

Web.: http://www.consulado-quito.at

 

Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Avenida Amazonas N35-17 y Juan Pablo Sanz

Edificio Xerox, 2do piso

Casilla 17-11-4815

Quito, Ecuador

Tel.: (00593) (02) 243 49 49  

Fax: (00593) (02) 244 93 14

E-Mail.: quito@eda.admin.ch

Web.: http://www.eda.admin.ch/quito

 

 

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